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Rezension zur szenischen Lesung von Becketts “Glückliche Tage”

An zwei Abenden (21./22.08.2020) veranstaltete die Samuel Beckett Gesellschaft eine szenische Lesung von Becketts Theaterstück “Glückliche Tage”; grandios inszeniert von Sabine Wackernagel und Valentin Jeker. 

Lesen Sie hier die Rezension der HNA vom 24.08.2020:

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Szenische Lesung von Becketts “Glückliche Tage”

Das Theaterstück GLÜCKLICHE TAGE zählt zweifellos – neben den bekanntesten Bühnenwerken WARTEN AUF GODOT und ENDSPIEL –  zu Becketts meist aufgeführten Theaterstücken.
Das handlungs-/bewegungsarme Stück lebt nur vom Text. Die stark monologisierende Winnie und der eher schweigsame Willi befinden sich offensichtlich in einer ausweglosen Situation. Winnie spricht davon, dass es zu Ende geht. Sie redet von früheren glücklichen Zeiten und versucht diese wieder herbeizusehnen, herbeizureden. Der Versuch eines Dialogs mit Willi scheitert an dessen Schweigen oder Kurzsilbigkeit.
Auch in diesem Stück taucht immer wieder der typisch Beckettsche Humor und das Komische auf. Jeder, der dieses – und zwar insbesondere dieses – Stück sieht, wird sich den elementaren Fragen des menschlichen Daseins (Liebe, Lüge, Zusammenleben, Ende, Dasein an sich…) nicht entziehen können. 
Die Schauspielerin Sabine Wackernagel (Theater, Fernsehen, Kino, Hörbücher, eigene Programme) erhielt 2017 die Goldene Ehrennadel der Stadt Kassel u.a. für herausragende Leistungen im kulturellen und ehrenamtlichen Bereich. Der Schauspieler und Theaterregisseur Valentin Jekel war auf zahlreichen deutschen Bühnen (u.a. Kassel, Stuttgart, Bonn, Bochum) tätig. In Becketts WARTEN AUF GODOT war Jeker zum Beispiel gleichzeitig als Regisseur und Schauspieler (Pozzo) tätig. Beide leben heute in Kassel.